Protest gegen Nazikundgebung am 21.06. in der Innenstadt

Am Donnerstag wollen Neonazis mehrere Mahnwachen für die Inhaftierte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck abhalten. Die 89 jährige ist in den letzten Jahren vielfach wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener – eben jener von den Nationalsozialisten ermordeten Jüdinnen und Juden – Verurteilt worden und musste Anfang Mai erstmals eine Haftstrafe antreten.

Für 19:00 Uhr ist eine Kundgebung an der Katharinentreppe, gegenüber des Hauptbahnhof, angekündigt. Wir werden uns den Nazis in der Innenstadt entgegenstellen. Kommt ab 17:30 zur Reinoldikirche. Dort findet eine bereits länger geplante Kundgebung der Linksjugend gegen das neue Polizeigesetz statt, in deren Anschluss wir gemeinsam zu den Katharinentreppen gehen werden.

Die Dortmunder Neonazis inszenieren Haverbeck als Märtyrerin. Wir sagen: Alter schützt Nazis nicht davor, sich für ihre Taten zu verantworten.

Am 6. Mai 2018 auf nach Essen!

Für den 6. Mai 2018 mobilisiert eine Gruppe, die sich „Eltern gegen Gewalt“ nennt, zu einer Demonstration in Essen. An einer ähnlichen Veranstaltung in Bottrop nahmen kürzlich knapp 1.000 Nazis teil. Das Bündnis „Essen stellt sich quer“ ruft zu einer Gegendemonstration auf.

 

Treffpunkt für die Gegendemo:

6. Mai 2018, 13.30, auf dem Dreiringplatz in Essen-Steele

Auf nach Essen!

 

DANKE an alle, die heute gemeinsam gegen Nazis auf der Straße waren.

BlockaDO sagt: DANKE an alle, die heute gemeinsam gegen Nazis auf der Straße waren.

„Wir freuen uns über die riesige Beteiligung an unseren Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch“, bilanziert BlockaDO-Pressesprecherin Iris Bernert-Leushacke den 14. April in Dortmund. Schon um 11 Uhr waren am BlockaDO-Treffpunkt ​fast 300 Personen, die von dort aus im Innenstadtbereich aktiv gegen Nazis auf den Straßen unterwegs waren. Im Laufe unserer Aktionen wuchs diese Gruppe auf 750 Menschen an, die über mehrere Stunden versuchten, ihren Protest gegen die Nazis an der weiträumig abgesperrten Route zu zeigen.

„Gegen 14 Uhr waren es dann wirklich 2.000 Menschen, die bunt, sehr laut und entschlossen in Richtung der Naziroute losgingen.“ Erwartungsgemäß lieferte die Polizei neue Textpassagen für das Repertoire des Theaterstücks „Mein Einsatzleiter“. Bereits morgens an der Möllerstr./Langenstr. kam es zu Absperrungen durch die Polizei, sodass auf dem Weg zur BlockaDO-Veranstaltung lange Umwege in Kauf genommen werden mussten. Erst durch Intervention unseres Anwaltes kam Bewegung in den Zugang zu unserer Versammlung.

Während unserer Demonstration wurde eine Person wegen vermeintlicher Verwendung von Pyrotechnik kurzzeitig zur Personenfeststellung in den Garten eines Anwohners geschleift. Der Anwohner fand das Verhalten der Polizisten dem jungen Mann gegenüber nicht korrekt, wie er der Anmelderin mitteilte. Die Demo wartete geduldig, bis die Person wieder zurück war. „Alles in allem war aus juristischer Sicht nicht viel zu tun“, so Jasper Prigge, einer der Anwälte von BlockaDO. Anders sah das in der Innenstadt aus, von wo sich im Laufe des Tages Berichte über polizeiliche Übergriffe häuften. Insbesondere erschreckt, dass eine Person im Westpark von einem Polizeipferd niedergeritten wurde.

BlockaDO bedankt sich bei allen, die entschlossen dem Naziaufmarsch in Dortmund heute gezeigt haben, dass Nazis in Dortmund nicht ungestört laufen können. Besonders schön fanden wir, dass die Anwohner*innen an der Route den Nazis laut und deutlich gezeigt haben, dass hier in Dortmund kein Platz für sie ist.